Volkskrankheit Diabetes

Wir gehen (zu) sorglos mit unserer Gesundheit um!

Oft fürchten wir Menschen uns davor, was wir nicht steuern können. Ein Beispiel: Flugzeugabstürze beschäftigen uns mehr als unser tägliches Verhalten. Dieses können wir sehr gut beeinflussen, tun es aber vielfach nicht. In Hinsicht auf Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ 2 heißt das: Wir gehen vielfach (zu) sorglos mit unserer Gesundheit um. Das gilt für viele von uns, nicht nur für Menschen mit Diabetes.

Etwa jeder zwölfte Salzburger leidet an hohem Blutzucker bzw. Diabetes. Viele Betroffene wissen das aber nicht. Jährlich fordert die Krankheit in Österreich etwa 10.000 Todesfälle, 2.500 Amputationen, 300 neue Dialysepatienten sowie 200 Erblindungen. Begünstigt wird die Erkrankung vor allem durch fettreiche, ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Bluthochdruck sowie ein höheres Lebensalter. Vor allem das Übergewicht gilt als wichtiger Faktor bei Diabetes Typ 2.

Wir haben es selbst in der Hand!

Sie selbst können viel für Ihre Gesundheit tun. Wer gesund lebt und sich regelmäßig bewegt, schützt seinen Körper. Geht es um hohen Blutzucker bzw. Diabetes, Bluthochdruck, das Gewicht, den Bauchumfang oder andere „Lebensstil-Komponenten“ wie das Rauchen, so können wir selbst eingreifen. Tagtäglich!

Bewegung hilft – bei Vorbeugung und Behandlung

Bei einer Diabetes-Erkrankung lässt sich der Blutzucker durch einen gesunden Lebensstil mit viel Bewegung vielfach recht einfach normalisieren. Vor allem die Ausdauerbewegung spielt hier eine Rolle. Empfohlen werden mindestens 2,5 Stunden Ausdauertraining pro Woche bei mittlerer Belastung (z.B. durch flottes Spazierengehen) plus zusätzliche, muskelkräftigende Übungen. Ab diesem Pensum erfahren Sie rasch einen spürbaren gesundheitlichen Nutzen.

Weltkrebstag

Weltkrebstag: Informationskampagne des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms

Auch 2016 wird das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm weiter über die kostenlose Mammografie informieren und auf die Möglichkeit dieser wichtigen Früherkennungsmaßnahme hinweisen. Es wird dabei vermehrt auf die direkte Kommunikation mit Frauen gesetzt.

Seit Start des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms im Jänner 2014 wurden rund 1,5 Millionen Einladungsbriefe an Frauen versendet und rund 1,25 Millionen Mammografien dokumentiert. Bereits im ersten Programmjahr wurden 66.000 Frauen im Alter von 45 bis 69 Jahren, die zuvor noch nie oder schon lange nicht bei der Mammografie waren, erreicht.

„Ich freue mich ganz besonders darüber, dass gerade Frauen der Kernzielgruppe das kostenlose Angebot der Sozialversicherung, alle 2 Jahre zur Früherkennungsmammografie zu gehen, nutzen“, so die Leiterin des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms, Romana Ruda.

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm läuft nun seit 2 Jahren: Es ermöglicht Frauen ab 40 alle 2 Jahre nur mit ihrer e-card zur Früherkennungsmammografie zu gehen. Bei medizinischer Notwendigkeit z.B. bei Beschwerden oder einem erhöhten Brustkrebs-Risiko kann die Mammografie jederzeit und altersunabhängig mit Überweisung erfolgen.

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm bietet erstmals systematische, qualitätsgesicherte Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchungen in ganz Österreich. Alle Untersuchungen werden dokumentiert und evaluiert. Frauen ab 40 Jahren können im Rahmen dieses Programms alle zwei Jahre kostenlos eine Früherkennungsmammografie in Anspruch nehmen.

Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren können alle 24 Monate mit ihrer e-card zur Früherkennungsmammografie gehen; eine Einladung oder Zuweisung zur Untersuchung ist nicht notwendig.

Telefon-Serviceline

Frauen im Alter von 40 bis 44 Jahren bzw. ab 70 Jahren können sich bei der Telefon-Serviceline unter 0800 500 181 oder online auf www.frueh-erkennen.at zum Programm anmelden. Nach der Freischaltung ihrer e-card können sie ebenfalls alle 2 Jahre mit dieser zur Früherkennungsmammografie gehen.

GICHTDIAGNOSTIK

DUAL-ENERGY-COMPUTERTOMOGRAFIE:
INNOVATION IN DER GICHTDIAGNOSTIK

Die Gicht (Arthritis urica) ist eine häufige Gelenkserkrankung, die mit Gelenksbeschwerden einhergeht, wobei es zu Ablagerungen von Harnsäure im Weichteilgewebe kommt.
Bei einer erhöhten Harnsäurekonzentration im Blut bilden sich Kristalle, die sich bevorzugt in Gelenken ansammeln und sogenannte „Gichttophi“ (Knoten) bilden.
Dort verursachen diese Tophi eine Entzündung mit Schmerzen und Funktionseinschränkung des betroffenen Gelenks. Der akute Gichtanfall zeigt sich als plötzlich anfallsartig einsetzender Schmerz. Betroffen ist häufig das Großzehengrundgelenk (Podagra), aber es können auch die Gelenke der Finger, der Handwurzel, das Knie- oder das Ellbogengelenk betroffen sein. Bei länger
andauernder Entzündung wird auch der Knochen angegriffen und es entstehen dann Knochendefekte (Usuren).
Risikofaktoren für die Gicht sind fleischreiche Ernährung, Alkohol, Diabetes, hoher Blutdruck, Herz- und Nierenerkrankungen und Übergewicht. Weitere Auslöser sind Stress, feuchtes Wetter bzw. auch einige Medikamente. Manchmal reicht es bereits auf Fleisch und Alkohol zu verzichten um eine Verbesserung der Symptome zu erzielen. Auch mit Medikamenten (Allopurinol) kann der Harnsäurespiegel gesenkt werden.
Zur Diagnose werden die Blutwerte (Harnsäure) bestimmt, ein Röntgen des betroffenen Gelenks angefertigt oder auch das betroffene Gelenk punktiert und die Gelenksflüssigkeit, bzw. die Kristalle in der Gelenksflüssigkeit, analysiert.
Ein neues, modernes Verfahren ist die „Dual-Energy-Computertomografie“, welche an unserem Institut bereits seit mehreren Jahren angeboten wird. Dabei werden Aufnahmen des betroffenen Gelenks mit zwei Röntgenröhren mit unterschiedlichen Energien der Röntgenstrahlung angefertigt. Durch die unterschiedlichen Schwächungswerte der Röntgenstrahlen wird eine Unterscheidung der Kristalle möglich.
Damit können jetzt Gichtkristalle nicht invasiv, d.h. ohne schmerzhafte Gelenkspunktion nachgewiesen werden. Das Ausmaß der Kristalle kann dreidimensional dargestellt werden, wobei Gichtkristalle grün und Verkalkungen violett markiert werden.
Diese Kristallablagerungen sind in der Computertomografie (CT) bereits viel früher und genauer als im konventionellen Röntgen nachweisbar und manchmal werden auch Ablagerungen dargestellt, die oft noch keine klinischen Beschwerden zeigen.